Unreal-Engine und Cry-Engine für lau!

Fast schon unglaublich, aber wahr: zwei der besten Game Engines der Welt, die bisher geradezu unerschwinglich teuer waren, wird es demnächst im ausgesprochen günstigen Abo-Modell für jedermann geben, nämlich Unreal und Cry!

Auf der diesjährigen GDC machten Tim Sweeney, CEO von Epic Games, und Cevat Yerli, einer der Geschäftsführer von Crytek, ihre jeweiligen Abomodele für Unreal 4 und CryEngine 3 bekannt.

Unreal 4 im Abomodell

Unreal 4 im Abomodell

Die Unreal-Engine soll 19.90 US-$ pro Monat kosten. Dafür erhält man nicht nur die Engine, sondern auch den zugrunde liegenden Sourcecode. Wer damit entwickelte Spiele kommerziell verwertet, muß zusätzlich 5 % der Bruttoeinnahmen an Epic abführen. Epic hat eine eigene Site eingerichtet, die weitere Infos und Material enthält, viele Video-Tutorials finden sich im offiziellen Youtube-Channel, ein allmählich wachsendes Wiki existiert ebenfalls. Auch im bisherigen Forum von Epic gibt es entsprechende Infos – inklusive einiger kritischer Stimmen bezüglich der Abogebühren. Klar, wer nur mal eben eine mächtige Engine wie Unreal auf seine Platte schaufelt, dann ein bißchen rumklickt und anschließend erklären kann, mit Unreal zu arbeiten, der muß nun Geld bezahlen. Na und? Demgegenüber hat nun jeder ernsthafte Entwickler die Möglichkeit, eine nahezu unschlagbare, unendlich mächtige Engine für sein eigenes Spiel verwenden zu können! Besser geht es gar nicht mehr!

Unklar ist, was nun aus UDK wird. Angesichts der günstigen Bedingungen des Abomodells dürfte es nur noch wenig Sinn machen, ein UDK auf der Basis der Unreal Engine 4 bereit zu stellen.

Die CryEngine dagegen kostet nur € 9.90 pro Monat, wobei allerdings nicht so recht klar ist, ob der Abonnent damit auch Zugriff auf den Sourcecode erhält.

Danke Unity.

Unity?

Ja, denn der eigentliche Grund für diesen Schritt dürfte zu einem nicht unwesentlichen Teil der überragende Erfolg von Unity gewesen sein. Es ist nicht übertrieben zu behaupten, daß Unity die Spieleentwicklung für die ganz große Masse geöffnet hat. Und die zunehmende Professionalisierung dieser Engine einerseits sowie die rasend schnell wachsende Bedeutung mobiler Plattformen hat Unreal und Cry wohl unter Druck gesetzt.

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